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09.09.08 14:22 Alter: 2 yrs
Blog Zahntechnik Kategorie: Blog Zahntechnik

Flächige Kontakte bei EMF Teleskopen

Warum sind in Deutschland EMF (NEM) Teleskope so negativ besetzt?

Ganz einfach: Weil EMF Teleskope immer nur eine Klemmpassung an ein paar Punkten haben und wenn man diese nur etwas entschärfen möchte, ist die „Friktion“ ganz schnell weg.

Warum habe ich Friktion in „Anführungszeichen“ gesetzt? - Weil bei herkömmlich hergestellten NE Teleskopen gar keine Friktion vorhanden sein kann.

Geschmeidig laufende Goldteleskope fühlen sich für jeden Zahntechniker, Zahnarzt und natürlich auch Patient viel schöner an.

Woran liegt es, dass bei gleicher Herstellungsweise - Sekundärkäppchen in Kunststoff (Pattern o.ä.) modelliert - bei Gold und EMF ein so unterschiedliches Ergebnisse rauskommt?

Auch wieder ganz einfach: EMF kontrahiert deutlich mehr als Gold.

Einbettmasse, die in ein Kunststoffkäppchen gefüllt wird, kann später kaum in alle Richtungen  gleichmäßig expandieren. Kunststoff verhindert das durch seine Härte. Gold kann das durch seine oben genannte Eigenschaft der geringeren Kontraktion, sowie auch der geringeren Härte verzeihen. EMF hat hier keine Chance, ebenfalls wie Gold, flächige Kontakte zu erzeugen.

An dieser Stelle gilt es, die Physik zu überlisten, um auch bei den nachfragestärkeren EMF Teleskopen, sowohl den Zahntechniker, den Zahnarzt, als auch den Patienten zu befriedigen.

Definitiv darf kein Kunststoff verwendet werden. Es muss also das Innenteil dubliert werden, damit die EBM gleichmäßig in alle Richtungen expandieren kann. Hier darf das Silikon nicht zu hart sein, da ansonsten das Kind auch jetzt schon in den Brunnen gefallen wäre.

Die meisten Dental-Silikone sind zu hart. Sie besitzen in der Regel eine Shore-Härte von 20 und aufwärts. Ideal ist eine 15er Shore-Härte. Dass jetzt natürlich offene Dubliersysteme verwenden werden, ist auch logisch. Sind diese Voraussetzungen geschaffen, kann die Einbettmasse sicher in alle Richtungen expandieren, und es entstehen schöne, flächige Kontakte an der Innenfläche der EMF Sekundarteleskope. Diese können auch satt auf Hochglanz poliert werden. Sie laufen nun ebenso geschmeidig wie Goldteleskope und sehen auch noch klasse aus.

Zusammenfassung:
Durch niedrige Shore-Härte beim Silikon, küvettenfreie Silikonform und Weglassen jeglicher Kunststoffe werden geschmeidig laufende, hochglanzpolierte EMF Teleskopkronen erreicht.

Nächstes Thema: Richtiges Giessen von EMF mit verschieden Guss-Systemen.

Von: Rainer Ehrich