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23.08.12 12:52 Alter: 5 yrs
Blog Steuern Kategorie: Blog Steuern

Schüler und Studenten bessern Taschengeld mit Ferienjobs auf III

Ferienjobs können in Einzelfällen den Kindergeldanspruch gefährden

und Tipp

Eltern haben in der Regel für volljährige Kinder unter 25 Jahren auch dann Anspruch auf Kindergeld bzw. Kinderfreibeträge, wenn sich das Kind während seiner ersten Berufsausbildung oder seines Erststudiums etwas hinzuverdient. Auch nach Abschluss einer Berufsausbildung und eines Erststudiums kann für Kinder unter 25 Jahren noch Kindergeld beansprucht werden, wenn sie nicht erwerbstätig sind. Eine schädliche Erwerbstätigkeit liegt nicht vor, wenn das Kind wöchentlich weniger als 20 Stunden beschäftigt ist. Das bedeutet: Wird die erlaubte Stundenanzahl überschritten, fallen für die Eltern das Kindergeld oder die Kinderfreibeträge weg. Unschädlich sind aber auch die Tätigkeit in einem Ausbildungsverhältnis oder Minijobs, d. h. kurzfristige Beschäftigungen oder Beschäftigungen von bis zu 400 EUR monatlich. Auszubildende und Studenten, die während einer zweiten Berufsausbildung oder eines Zweitstudiums jobben, können daher mit einer Beschäftigung von weniger als 20 Wochenstunden oder einem Minijob hinzuverdienen und ihre Eltern erhalten weiterhin Kindergeld.

Tipp: Mit einer guten Dokumentation kann Ärger mit dem Finanzamt vermieden werden. Firmen, die Schüler beschäftigen, sollten für spätere Betriebsprüfungen u.a. die Schulbesuchsbescheinigung, die Nachweise und Erklärungen für geringfügig Beschäftigte, Aufzeichnungen über die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden, die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit und die Bestätigung über das Vorliegen bzw. Nichtvorliegen einer weiteren Beschäftigung aufbewahren.

In meinem nächsten Beitrag, der in zwei Teilen ab dem 2. September erscheinen wird, behandle ich das Verhältnis zwischen der Ärztlichen Schweigepflicht und der steuerrechtlichen Mitwirkungspflicht.