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08.08.12 13:03 Alter: 5 yrs
Blog Steuern Kategorie: Blog Steuern

Schüler und Studenten bessern Taschengeld mit Ferienjobs auf I

Bei Ferienjobs gelten arbeitsrechtliche Besonderheiten - Erster von drei Artikeln zum Thema Ferienjobs

Viele Schüler und Studierende jobben insbesondere während der Sommerferien, um sich etwas zu ihrem Taschengeld hinzuzuverdienen. Werden Schüler aushilfsweise beschäftigt, sind nicht nur die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse zu berücksichtigen. Es müssen insbesondere auch die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes und der Kinderarbeitsschutzverordnung beachtet werden.

 
Ob und wie lange Kinder und Jugendliche arbeiten dürfen, ist altersabhängig. Für Kinder bis zu 13 Jahren ist eine Beschäftigung nicht zulässig. Kinder über 13 Jahre dürfen mit Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten täglich in der Zeit von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr für maximal 2 Stunden leichte Tätigkeiten ausüben. Dazu gehören Botengänge, das Austragen von Zeitungen, Anzeigenblättern und Werbeprospekten, die Betreuung von Haustieren und Einkaufstätigkeiten. In landwirtschaftlichen Familienbetrieben ist ausnahmsweise eine Beschäftigung von bis zu 3 Stunden täglich erlaubt. Die Nebenjobs dürfen weder die Gesundheit und die Sicherheit noch den regelmäßigen Schulbesuch und die schulischen Leistungen der Kinder nachteilig beeinflussen.

 
Schüler und Jugendliche über 15 Jahre dürfen während der Schulferien ausnahmsweise pro Tag bis zu 8 Stunden bzw. 40 Stunden in der Woche beschäftigt werden. Diese Ausnahmeregelung ist auf höchstens vier Wochen im Kalenderjahr begrenzt. Während der Erntezeit in der Landwirtschaft dürfen Jugendliche über 16 Jahre bis zu 9 Stunden täglich beschäftigt werden, jedoch nicht mehr als 85 Stunden innerhalb von 14 Tagen.

Der zweite Teil der Serie erscheint am 15. August und behandelt Beschäftigungen im elterlichen Betrieb.