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12.07.12 15:21 Alter: 5 yrs
Blog Steuern Kategorie: Blog Steuern

Finanzgerichte haben konträre Ansichten zur Abziehbarkeit nachträglicher Schuldzinsen bei Vermietungseinkünften

Wird ein vermietetes Grundstück innerhalb von 10 Jahren nach der Anschaffung veräußert, unterliegt der Veräußerungsgewinn der Einkommensteuer. Mit der Veräußerung zusammenhängende Kosten, z. B. für ein Wertgutachten, einen Makler oder den Notar, mindern den Veräußerungsgewinn. Aber auch nach dem Verkauf können noch Kosten anfallen, die mit dem Vermietungsobjekt zusammenhängen, insbesondere Schuldzinsen für ein zur Finanzierung oder Modernisierung des Grundstücks aufgenommenes Darlehen.


Während das Finanzgericht Baden-Württemberg den Abzug von nachträglichen Werbungskosten ablehnt, hat das Düsseldorfer Finanzgericht ernsthafte Zweifel, ob nachträgliche Schuldzinsen bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung nicht doch als Werbungskosten zu berücksichtigen sind. Eine Entscheidung des Bundesfinanzhofes steht noch aus.


Wir empfehlen daher, nachträgliche Werbungskosten bei Vermietungseinkünften geltend zu machen und gegen ablehnende Steuerbescheide Einspruch einzulegen. Die Einspruchsverfahren ruhen Kraft Gesetzes bis zu einer Entscheidung der Bundesfinanzrichter.

In meinem nächsten Beitrag, der in zwei Teilen ab dem 8. August erscheinen wird, behandle ich das Verhältnis zwischen der Ärztlichen Schweigepflicht und der steuerrechtlichen Mitwirkungspflicht.