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27.08.12 14:03 Alter: 5 yrs
Blog Recht Kategorie: Blog Recht

Arzt, Zahnarzt und die neuen Medien – Facebook, Twitter & Co.

Teil II - Risiken bei der Nutzung der Facebook Fanpage und Fazit

Risiken bei der Nutzung der Facebook Fanpage

Entscheidet sich der (Zahn-)Arzt für die Einrichtung einer Facebook Fanpage können sich Probleme hinsichtlich des Like-Buttons ergeben. Der Like-Button kann nach der Einrichtung der Fanpage auf der Praxiswebsite integriert werden. Mit einem Klick auf diesen Button werden dann die auf der Praxiswebsite angebotenen Webinhalte mit der Facebook Fanpage des (Zahn-)Arztes verlinkt und der Facebook-User kann auf seinem Facebook-Profil eine Notiz darüber hinterlassen, dass ihm der Inhalt der Praxiswebsite gefällt.
Dieser auf der Praxiswebsite befindliche Like-Button hat allerdings nicht nur eine Verlinkungsfunktion, sondern steht in permanenter Kommunikation mit Facebook und teilt der Firma Informationen über die User der Praxiswebsite mit, unabhängig davon, ob diese bei Facebook registriert sind oder nicht. Es ist nicht auszuschließen, dass die Kommunikation des Buttons auch über User erfolgt, welche diesen gar nicht anklickten. Aus diesem Grunde ist die Verwendung des Like-Buttons datenschutzrechtlich relevant.
Um einen Verstoß gegen das Datenschutzrecht zu vermeiden, muss der (Zahn-)Arzt, der nicht auf den Like-Button verzichten möchte, auf seiner Praxiswebsite eine Datenschutzerklärung nach § 13 Abs. 1 TMG einrichten, in welcher er über die Funktion des Like-Buttons aufklärt. Zudem sollte er die eigenständige Kommunikation des Like-Buttons mit der Firma Facebook technisch unterbinden. Möglich ist dies durch die Einrichtung einer Zwei-Klick-Lösung, bei welcher ein kostenlos zu erhaltendes Programm den Like-Button deaktiviert und erst beim Klicken auf den Button eine Kommunikation zu Facebook hergestellt wird.

Fazit

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Nutzung sozialer Netzwerke viele Chancen bietet, aufgrund der möglichen Folgen etwaiger Verstöße gegen die oben genannten Vorschriften ist eine rechtliche Überprüfung vor der Onlinestellung des Facebookprofils allerdings zu empfehlen.