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02.11.12 15:55 Alter: 5 yrs
Blog Steuern Kategorie: Blog Steuern

Neuregelung beim Elterngeld ab 2013 II

Elterngeldberechnung für nach dem 31. Dezember 2012 geborene Kinder

Das Elterngeld knüpft unverändert an das bisher erzielte Erwerbseinkommen an und beträgt zwischen 65 % und 67 % des durchschnittlich erzielten Nettoeinkommens in den letzten 12 Monaten vor der Geburt des Kindes, maximal 1.800 EUR pro Monat. Der Höchstbetrag wird somit ab einem nach dem Elterngeldgesetz ermittelten (Netto-)Erwerbseinkommen von 2.770 EUR gezahlt.


Wenn das Nettoeinkommen des zu Hause bleibenden Elternteils vor der Geburt des Kindes unter 1.000 EUR liegt, steigt der Prozentsatz schrittweise von 67 % auf 100 %. Aber auch Eltern, die weniger oder kein Einkommen vorweisen können, werden unterstützt. Sie erhalten mindestens 300 EUR monatlich (sogenannter Sockelbetrag). Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das Elterngeld für das zweite und jedes weitere Kind um je 300 EUR monatlich. Zusätzliche Einkünfte, das nachgeburtliche Mutterschaftsgeld sowie einkommensabhängige Sozialleistungen, wie z. B. das Arbeitslosengeld oder Wohngeld werden allerdings auf das Elterngeld angerechnet und mindern damit das Elterngeld.
Das Elterngeld wird aus dem lohnsteuerpflichtigen Bruttoeinkommen der letzten 12 Monate vor der Geburt des Kindes bzw. den durchschnittlichen monatlichen Gewinnen ermittelt. Als Nachweis dienen die Gehaltsbescheinigungen bzw. der Einkommensteuerbescheid. Aus dem Bruttoeinkommen wird ein fiktives Nettoeinkommen errechnet. Zur Vereinfachung werden nicht die tatsächlich gezahlten Steuern und Sozialabgaben, sondern pauschaliert ermittelte Werte abgezogen.


Die Abzüge für die (Lohn)Steuer, den Solidaritätszuschlag (5,5 %) und ggf. Kirchensteuer (8 %) basieren auf dem gesetzlich normierten Programmablauf für die maschinelle Einkommensteuerberechnung unter Berücksichtigung der Lohnsteuerklasse und von Kinderfreibeträgen bzw. einem Behindertenfreibetrag. Soweit Sozialversicherungspflicht besteht, werden 9 % des Bruttoeinkommens für Kranken- und Pflegeversicherung, 10 % für Rentenversicherung und 2 % für die Arbeitslosenversicherung abgezogen. In welcher Höhe tatsächlich Beiträge gezahlt wurden, spielt keine Rolle. Einnahmen aus Minijobs werden nicht um pauschale Sozialabgaben gekürzt. Und auch bei Unternehmern, die nicht gesetzlich pflichtversichert sind, unterbleibt eine Kürzung um pauschale Beiträge zur Sozialversicherung.